Co-Founder-Konflikte: Ursachen, Vorbeugung, Ausweg

Warum Co-Founder-Konflikte mehr Start-ups beenden als Konkurrenz, die fünf Ursachen dahinter, wie ihr früh vorbeugt, und was ihr tut, wenn der Konflikt da ist.

Geschrieben von Gregor ZehetnerVeröffentlicht am 21. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Co-Founder-Konflikte beginnen selten mit einem großen Streit. Sie wachsen aus fünf Lücken, die niemand früh geschlossen hat: ungleicher Einsatz, eine Aufteilung der Anteile, die eine Seite bereut, unklare Rollen und Entscheidungsrechte, verschiedene Ziele für das Unternehmen, und Geld. Beugt vor mit Gründervereinbarung, Vesting, einer Entscheidungsregel und einem festen Gründertreffen im Monat. Ist der Konflikt da, sprecht ihn früh aus, holt eine neutrale dritte Person, und entscheidet innerhalb von Wochen, ob ihr den Deal repariert oder euch sauber trennt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Guide ist eine allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Regeln unterscheiden sich je nach Land und ändern sich, prüfe sie vor einer Entscheidung mit einer Beratung. Weder Autor noch Plattform garantieren für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen auf dieser Seite.

Das Wichtigste

  • Die meisten Gründerkonflikte kommen aus fünf Lücken: Einsatz, Anteile, Rollen, Ziele und Geld.
  • Beugt vor mit Gründervereinbarung, Vesting und einer Regel, wie ihr entscheidet.
  • Ein festes Gründertreffen im Monat fängt Groll ab, bevor er zum Streit wird.
  • Ist der Konflikt da, sprecht ihn in Tagen aus, nicht in Monaten, und holt eine neutrale dritte Person.
  • Eine saubere Trennung mit Vesting ist besser als ein langsamer Krieg, der das Unternehmen mitreißt.

Fragen dazu

Wie häufig sind Co-Founder-Konflikte?

Sehr häufig. Noam Wassermans Forschung zu VC-finanzierten Start-ups mit hohem Potenzial zeigt: Von denen, die scheiterten, scheiterten rund 65 Prozent an Problemen zwischen Menschen im Team. Die meisten Gründungsteams haben ernste Meinungsverschiedenheiten; die, die überleben, haben einen Weg, sie zu lösen.

Was sind die ersten Warnsignale?

Entscheidungen, die länger dauern, als sie sollten, Themen, die beide meiden, und Gespräche, die mit anderen Leuten statt miteinander stattfinden. Wenn du deinen Co-Founder öfter Freunden erklärst, als mit ihm zu reden, hat der Konflikt begonnen.

Sollen wir einen Coach oder eine Mediation holen?

Ja, sobald ein Gespräch zwischen euch beiden nichts mehr bewegt. Eine Beraterin, der beide vertrauen, ein Mentor aus eurem Programm oder eine professionelle Mediation kostet wenig im Vergleich zu einem kaputten Unternehmen. Es geht nicht um Therapie, sondern um eine strukturierte Entscheidung in wenigen Wochen.

Was passiert, wenn ein Co-Founder geht?

Mit Vesting behält die Person die erdienten Anteile, der Rest fällt an das Unternehmen zurück, und die Gründervereinbarung sagt, wer danach was entscheidet. Ohne Vesting behält sie alles, was Investoren Dead Equity nennen und oft ablehnen. Vereinbart den Ausstieg, bevor ihr ihn braucht.

Gregor Zehetner
Geschrieben vonGregor Zehetner

Gründer von Cofoundista. Begleitet Gründungsteams als Mentor bei Inkubatoren, hat selbst gegründet und verkauft.

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