Brauchst du einen Co-Founder, oder geht es allein?

Ob du einen Co-Founder brauchst, hängt davon ab, was du baust und was du mitbringst. Die Zahlen zu Solo-Gründern, das Für und Wider, und wie du entscheidest.

Geschrieben von Gregor ZehetnerVeröffentlicht am 21. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Du brauchst einen Co-Founder, wenn das Unternehmen Fähigkeiten, Zeit oder Urteilsvermögen braucht, die du nicht hast und nicht bald kaufen kannst, und wenn jemand das Risiko mit dir tragen soll. Du kannst allein starten, wenn du die erste Version selbst bauen und verkaufen kannst und volle Kontrolle willst. Rund ein Drittel der neuen Start-ups startet heute solo, Investoren finanzieren aber weit öfter Teams. Entscheide nach den Lücken in deinem Plan, nicht nach der Angst vor dem Alleinsein.

Wichtiger Hinweis: Dieser Guide ist eine allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Regeln unterscheiden sich je nach Land und ändern sich, prüfe sie vor einer Entscheidung mit einer Beratung. Weder Autor noch Plattform garantieren für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen auf dieser Seite.

Das Wichtigste

  • Entscheide nach den Lücken bei Fähigkeiten, Zeit und Urteil, nicht nach dem, was mutig oder sicher klingt.
  • Rund ein Drittel der neuen Start-ups startet solo, finanzierte Unternehmen sind meist Teams.
  • Ein Co-Founder ist keine Einstellung: Er teilt Risiko, Anteile und Entscheidungen.
  • Allein zu starten passt, wenn du die erste Version selbst bauen und verkaufen kannst.
  • Wenn du einen Co-Founder suchst, such nach der Lücke, nicht nach einem Freund.

Fragen dazu

Welche Vorteile hat es, allein zu starten?

Tempo und Klarheit. Du entscheidest allein, behältst alle Anteile und streitest nie über die Richtung. Solo-Gründer stellen auch früher die erste Person ein, sie ersetzen den fehlenden Co-Founder also durch Mitarbeiter. Der Preis: Jede Schwäche von dir ist eine Schwäche des Unternehmens.

Kann ich als Solo-Gründer Geld aufnehmen?

Ja, aber es ist schwerer. Solo geführte Unternehmen sind ein großer Teil der neuen Start-ups und ein viel kleinerer Teil des Geldes aus bepreisten Runden. Investoren fürchten das Ausfallrisiko und fragen, wer der Gründerin widerspricht. Ein starkes frühes Team oder Berater mildern das.

Kann eine erste Einstellung einen Co-Founder ersetzen?

Teilweise. Eine starke erste Person schließt eine Fähigkeitslücke und arbeitet oft genauso hart. Was sie nicht tut: Risiko, Anteile und letzte Entscheidungen teilen. Wer ein Jahr ohne Gehalt bleibt und dir auf Augenhöhe widerspricht, ist ein Co-Founder.

Ist ein Co-Founder die Hälfte des Unternehmens wert?

Wenn die richtige Person die Chance verdoppelt, dass es klappt, ist die Hälfte eines funktionierenden Unternehmens mehr wert als alles an einem gescheiterten. Füllt die Person keine echte Lücke, gibst du Anteile für Gesellschaft her. Entscheide nach der Lücke, und lies unseren Guide zum Aufteilen von Equity, bevor du eine Zahl versprichst.

Gregor Zehetner
Geschrieben vonGregor Zehetner

Gründer von Cofoundista. Begleitet Gründungsteams als Mentor bei Inkubatoren, hat selbst gegründet und verkauft.

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